70. Auktion am 2.12.2019

Ankündigung

meine nächste Auktion Historischer Wertpapiere findet am 2. Dezember 2019 statt.

Nachfolgend stelle ich einige der Highlights dieser Auktion vor:

AG für Ofen-Fabrikation vormals Gust. Dankberg
Interims-Schein über 200 Thaler
Berlin, 5.9.1872
Auflage 2.500 (R 11)
Schätzpreis: 3.000,- Euro
Zwecks Beseitigung einer Unterbilanz erfolgte 1879 eine Kapitalreduzierung auf 192.500 Mark, wobei die Aktien von 600 Mark auf 500 Mark umgestempelt wurden. Das Kapital der AG war dann eingeteilt in 385 Aktien à 500 Mark. Gedruckte Signatur des jüdischen Bankiers Leopold Hadra als Präsident des Aufsichtsrats. Hadra war ein aktiver Gründer zahlreicher AG’s.
Gegründet am 5.9.1872 zwecks Übernahme und Fortführung der Ofenfabrik von Gust. Dankberg in der Wilhelmstr. 141 in Berlin und eines tonhaltigen Grundstückes in Velten. Das Gründungkapital bestand aus 500.000 Taler und einer Hypothek von 215.000 Taler. Im Okt, 1885 wurde der Fabrikbetrieb in Berlin wegen der hohen Produktionskosten aufgegeben und im Dezember 1885 in Velten aufgenommen.
Rarität aus Sammlungsauflösung (seit 1984 in der Sammlung).

Deutsche Dampfschifffahrts-Gesellschaft Hansa
4 % Schuldverschreibung Lit. B über 1.000 Mark
Bremen, 1.10.1888
Blankett (R 12)
Schätzpreis: 2.500,- Euro
Gründung 1881 durch Bremer Kaufleute für die Große Fahrt nach Ostindien, die Mittelmeerfahrt und die Ostseefahrt. 1898 konnten Pläne für regelmäßige Liniendienste nach Portugal, zum La Plata, in den Golf von Mexico und nach Ostindien verwirklicht werden. Nach 1900 besaß die Ges. mit 80 Schiffen die größte Frachtschiffsflotte der Welt! Alles ging als Folge des 1. Weltkriegs verloren. Nach erfolgreichem Wiederaufbau stand die Reederei nach dem 2. Weltkrieg erneut vor dem Nichts, wieder ging sie aller ihrer 53 Frachtschiffe verlustig. Erneut gelang der Wiederaufbau, aber nicht von Dauer: Finanziell zu sehr geschwächt ging die AG nach mehrfachem Auf und Ab letztendlich 1980 doch in Konkurs.
Uns ist nur das eine Stück bekannt, erstmals angeboten.

Gewerkschaft Irmgard
5 % Teilschuldverschreibung Lit. B. über 500 Mark
Berlin, im November 1911
Auflage 1.000 (R 12)
Schätzpreis: 1.000,- Euro
Gegründet 1911 durch Abtrennung von der Gewerkschaft Walter. Das bedeutende Bergwerk gehörte der Deutsche Kaliwerke-Gruppe, zugehörig zum Wintershall-Konzern. Das Kalibergwerk der Gewerkschaft Irmgard liegt knapp 1,6 km nordöstlich von Hauteroda, einer Gemeinde im thüringischen Kyffhäuserkreis, zugehörig zur Verwaltungsgemeinschaft An der Schmücke. Nur etwa 225 m Luftlinie vom Schacht Irmgard entfernt liegt Schacht Walter der gleichnamigen Gewerkschaft. Teufbeginn für Schacht Irmgard war im Jahre 1911. Ende 1912 hatte er seine Endteufe mit 405 m erreicht. Die Gewinnung von Carnallitit, Hartsalz und Steinsalz erfolgte ab 1913. Die bergmännische Abbaumethode war das Kammerbau-Verfahren. Gründungsvater der Gewerkschaft war, wie u. a. auch bei den beiden benachbarten Gewerkschaften Heldrungen I und II, der Industrielle Emil Sauer aus Berlin. Dieser hatte sich bereits mit der Gründung der „Kalibohrgesellschaft Heldrungen“ im Jahre 1897 um die Suche und Erkundung von zum Abbau geeigneter Kalilagerstätten verdient gemacht. Die geförderten Salze wurden per Gleis in die Fabrikanlagen der „Gewerkschaft Heldrungen II“ weitertransportiert und dort verarbeitet. Nach 1945 wurde die Schachtanlage zum Eigentum des Volkes erklärt; 1953 wurde sie vom VEB Kaliwerk „Heinrich Rau“ Roßleben in Rechtsträgerschaft übernommen. Mit Erlass der Verwahrungsanordnung der DDR vom 10.10.1971 wurde der Rat des Bezirkes Halle für eine Vielzahl von Alt-Kalischächten, sogenannte „Grubenbaue alten Bergbaus ohne Rechtsnachfolger“, zuständig; somit auch für Schacht Irmgard. Mit dem Beitritt der DDR zum Geltungsbereich des Grundgesetzes galten diese stillgelegten Schächte auch als „stillgelegte Anlagen eines bergbaulichen Gewinnungsbetriebes, für den ein Rechtsnachfolger nicht vorhanden oder nicht mehr feststellbar ist“. (Quelle: Wikipedia)
Uns ist nur das eine Stück bekannt, erstmals angeboten.

Harzer Union AG für Bergbau und Hüttenbetrieb
Actie über 200 Thaler
Hannover, 1.1.1873
Gründeraktie, Auflage 10.000 (R 11)
Schätzpreis: 3.000,- Euro
Gegründet im Boom der Gründerjahre durch die Disconto-Gesellschaft mit einem Kapital von 2 Millionen Thalern (Cours war einst 120, 1876 dann 0). Im Aufsichtsrat saß Friedrich Grillo aus Essen, Vorstand war Chr. Timmermann, der auch bei der Hohenzollern Gesellschaft für Locomotivbau in Düsseldorf, der Eisenbahnwagen-Bauanstalt früher Friedrich Deicke in Braunschweig und der Georg Egestoff’s Salzwerke, chemische und Farbenfabrik in Linden bei Hannover Mitgründer war. Die Fabrik lag in Bad Harzburg (damals als Enklave zum Herzogtum Braunschweig gehörend). Mit Erzeugnissen der Eisengiesserei gewann die “Harzer Union” noch im Jahr 1877 auf der Braunschweigischen Gewerbe-Ausstellung in der zu diesem Zweck umgebauten Ägidienkirche unter der Schirmherrschaft von Herzog Wilhelm zu Braunschweig und Lüneburg eine Bronzene Medaille als Zweiten Preis. Im Börsenhandbuch 1881 dann aufgeführt unter den wertlosen Aktien.
Rarität aus Sammlungsauflösung (seit 1989 in der Sammlung).

New Mercantile Exchange
1 Share
Cape Town, Cape of Good Hope, 1.9.1822
Schätzpreis: 1.000,- Euro
Die Börse von Kapstadt wurde 1817 als erster afrikanischer Markt für Wertpapiere errichtet. Nur zwei Jahre später wurde die New Mercantile Exchange gegründet. Sie sollte den Bau und den Handelsbetrieb eines neuen Börsengebäudes übernehmen. Insgesamt wurden nur 158 Aktien ausgegeben, von denen die Regierung selbst 40 übernahm. 1822 wurden die Interimsscheine gegen Aktien ausgetauscht. Die Börse profitierte in den ersten Jahren stark davon, dass Kapstadt zum Freihafen erklärt worden war. Der große Gold- und Diamantenboom stärkte in den Folgejahren vor allem die Börse in Johannesburg. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gewann sie die Oberhand, so dass 1890 das Börsengebäude der New Mercantile Exchange wieder abgerissen wurde.
Eine Rarität aus den Anfängen des organisierten Börsenwesens.

Stuttgarter Gypsgeschäft
Actie über 100 Thaler
Stuttgart, 16.5.1873
Gründeraktie, Auflage 600 (R 10)
Schätzpreis: 1.800,- Euro
Gegründet am 11.11.1871. Gewinnung und Vertrieb von Gips zu technischen und landwirtschaftlichen Zwecken. Ursprünglich befand sich die Fabrik in Asperg, 1897 wurde sie nach Stuttgart-Untertürkheim verlegt. Im gleichen Jahr wurde der bis heute betriebene Weinbau mit eigener Kelterei und Kellerei aufgenommen. 1974 Betriebseinstellung und Verpachtung der beiden Gipsfabriken. Seitdem reine Vermögensverwaltungsgesellschaft, bis vor wenigen Jahren in Stuttgart börsennotiert, dann in eine GmbH umgewandelt.
Große Rarität aus einer uralten Sammlung, welche bereits in den 1980er Jahren angelegt wurde.

Auktionshaus Gutowski auf ebay im März 2019

Liebe Sammlerfreunde,

am 21. März habe ich für Sie wieder zahlreiche historische Wertpapiere aus Sammlungsauflösungen auf ebay eingestellt.

Die Laufzeit dieser ebay-Auktionen beträgt 10 Tage: sie enden Sonntags am  31. März zwischen 21:00 und 21:30 Uhr.

Startpreis ist immer 1 Euro, alle Stücke sind ohne Preislimit.

Die aktuelle Liste meiner ebay-Auktionen können Sie ⇒hier aufrufen.

Historische Wertpapiere für Sammler, Historiker, Heimatforscher, Kunstliebhaber und Kapitalanleger.

Entdecken auch Sie das faszinierende Hobby mit den besten Zukunftsaussichten!

Die Bilder sind mit den ebay-Auktionen verlinkt: bitte Bild anklicken

Kleinwalsertaler Bergbahn, Riezlern (Allgäuer Alpen), Aktie über 500 DM von 1978
Kleinwalsertaler Bergbahn, Riezlern (Allgäuer Alpen), Aktie über 500 DM von 1978 (R 11)
Gasbeleuchtungs-Actien-Verein zu Großenhain, Besitzurkunde 1.500 Taler von 1856<br />UNIKAT
Gasbeleuchtungs-Actien-Verein zu Großenhain, Gründungsurkunde 1.500 Taler von 1856. UNIKAT!
Bedford Railroad, Bedford, Pa., Aktie von 1861 + HOCHDEKORATIV + ÄUSSERST SELTEN!
Bedford Railroad, Bedford, Pa., Aktie von 1861
HOCHDEKORATIV + ÄUSSERST SELTEN!
AG Apollinarisbrunnen vormals Georg Kreuzberg, Ahrweiler, Gründeraktie von 1876 - Wichtiges und herrliches Papier!
AG Apollinarisbrunnen vormals Georg Kreuzberg, Ahrweiler, Gründeraktie von 1876
Wichtiges und herrliches Papier!
PHARMAKON AG Chemische Fabrik, Frankfurt a.M., Aktie von 1923 + ÄUSSERST SELTEN!
PHARMAKON AG Chemische Fabrik, Frankfurt a.M., Aktie von 1923
ÄUSSERST SELTEN! (R 9)
Gewerkschaft Herkules, Mühlberg (Elbe) / Frankfurt a.M., 1918, Kux-Schein Nr. 1!
Gewerkschaft Herkules, Mühlberg (Elbe) / Frankfurt a.M., 1918
Kux-Schein Nr. 1!
Agrippina See, Fluss, Land-Transport-Versicherung, Köln, 500 Taler Aktie von 1845
Agrippina See, Fluss, Land-Transport-Versicherung, Köln, 500 Taler Aktie von 1845
Bau-Verein zu Hamburg AG, Gründeraktie von 1904 Nachlass Wilhelm Amsinck - Vereinsbank Hamburg-Gründer
Bau-Verein zu Hamburg AG, Gründeraktie von 1904
aus Nachlass von Wilhelm Amsinck – Vereinsbank Hamburg-Gründer
OHNE LOCHENTWERTUNG!
H. C. Meyer jr., Hamburg, Gründeraktie von 1898<br />HOCHBEDEUTEND + RARITÄT!
H. C. Meyer jr., Hamburg, Gründeraktie von 1898
HOCHBEDEUTEND + RARITÄT! (R 10)
Chinese Imperial Government Gold Loan of 1898, Berlin - Bond über 100 £ Sterling
Chinese Imperial Government Gold Loan of 1898, Berlin
Bond über 100 £ Sterling
Mizrahi Bank, Jerusalem, Aktie über 1 £ Eg. von 1924 - gestaltet von Hermann Struck
Mizrahi Bank, Jerusalem, Aktie über 1 £ Eg. von 1924
gestaltet von Hermann Struck
Ogdensburgh & Lake Champlain Railroad, Boston, Mass., Aktie von 1891
Ogdensburgh & Lake Champlain Railroad, Boston, Mass., Aktie von 1891
Kupfererz Bergwerk Glücksanfang, Kreis Biedenkopf (Hessen) + Bochum, Kux von 1874 - <br />Unikat, eigenhändig signiert von Heinrich Grimberg, dem Gründer des größten deutschen Erdöl- und Erdgasproduzenten, Wintershall
Kupfererz Bergwerk Glücksanfang, Kreis Biedenkopf (Hessen)
Bochum, Kux-Schein von 1874
Unikat, eigenhändig signiert von Heinrich Grimberg,
dem Gründer des größten deutschen Erdöl- und Erdgasproduzenten, Wintershall
Dodge Brothers, Aktie von 1925 - äußerst seltenes Specimen aus dem ABNC-Archiv
Dodge Brothers, Aktie von 1925
äußerst seltenes Specimen aus dem ABNC-Archiv.
Anglo-Palestine Co., Jüdischer Nationalfond, Jaffa, 1912, Anleihe über 1000 SFr, Kulturhistorisch bedeutende Rarität: Mit dieser Anleihe wurde die Gründung der Stadt Tel Aviv ermöglicht.
Anglo-Palestine Co., Jüdischer Nationalfond, Jaffa, 1912
Anleihe über 1000 SFr.
Kulturhistorisch bedeutende Rarität: Mit dieser Anleihe wurde die Gründung
der Stadt Tel Aviv ermöglicht.
Dresdner Bank, Berlin, Aktie über 100.000 RM von 1937 - NUR 7 STÜCKE BIS HEUTE ERHALTEN GEBLIEBEN!
Dresdner Bank, Berlin, Aktie über 100.000 RM von 1937
NUR 7 STÜCKE BIS HEUTE ERHALTEN GEBLIEBEN!
Spółka akcyjna Siła i Światło, Warschau, Aktie von 1920
Spółka akcyjna Siła i Światło, Warschau
Aktie von 1920
DEKORATIVE RARITÄT!
Hauts Fourneaux et Laminoirs de Montigny sur Sambre, Brüssel, Aktie von 1853
Hauts Fourneaux et Laminoirs de Montigny sur Sambre, Brüssel
Aktie von 1853 – Sehr selten!
Rheinischer Verein für Weinbau Dilthey, Rüdesheim, Anleihe über 100 Taler von 1867
Rheinischer Verein für Weinbau Dilthey, Rüdesheim
Anleihe über 100 Taler von 1867
International Match Corp., New York, Gold Bond über 1000$ von 1927 + RARITÄT!
International Match Corp., New York
Gold Bond über 1000$ von 1927
RARITÄT!
Duesenberg Automobile & Motors Company - Aktie von 1923 - ÄUSSERST SELTEN!
Duesenberg Automobile & Motors Company
Aktie von 1923
ÄUSSERST SELTEN!
Kieler Handelsbank AG, Kiel, Aktie über 5000 Mark von 1923
Kieler Handelsbank AG, Kiel
Aktie über 5000 Mark von 1923
ÄUSSERST SELTEN!

… und viele weitere hochinteressante und seltenste historische Wertpapiere  ⇒hier klicken

Vladimir Gutowski an seinem Arbeitsplatz in Wolfenbüttel. Historische Wertpapiere für Sammler, Historiker, Heimatforscher, Kunstliebhaber und Kapitalanleger. Entdecken auch Sie das faszinierende Hobby mit den besten Zukunftsaussichten!

Vladimir Gutowski
an seinem Arbeitsplatz in Wolfenbüttel

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Auktionshaus Gutowski auf ebay im Oktober 2018

Über 100 hochinteressante historische Wertpapiere

aus Sammlungsauflösungen auf ebay, Laufzeit 10 Tage vom 25. Oktober bis zum 4. November, Startpreis immer 1 Euro, alles ohne Limit: ⇒hier klicken

Elb-Amerikanische Compagnie, Leipzig, Gründeraktie über 500 Taler von 1825, MUSEALElb-Amerikanische Compagnie, Leipzig
Gründeraktie über 500 Taler von 1825
MUSEAL

Bergbau- und Hütten-AG zu Stolberg am Harz Gründeraktie über 100 Taler von 1861 SEHR GESUCHT!Bergbau- und Hütten-AG zu Stolberg am Harz
Gründeraktie über 100 Taler von 1861
SEHR GESUCHT!

Eisenbahn-Wagenbau-Anstalt, Hamburg Gründeraktie über 200 Taler von 1871 RAR!Eisenbahn-Wagenbau-Anstalt, Hamburg
Gründeraktie über 200 Taler von 1871
RAR!

Chemische Fabrik Berlin-Charlottenburg, Gründeraktie über 100 Taler von 1871 Eine Gründung des Chemikers Theodor Goldschmidt RARITÄTChemische Fabrik Berlin-Charlottenburg
Gründeraktie über 100 Taler von 1871
RARITÄT!

Landschaft des Fürstenthums Lüneburg, Celle, Zwangsanleihe über 300 Taler von 1796. Unikat. Museal. Autograph: Bankier Ephraim Meyer!Landschaft des Fürstenthums Lüneburg, Celle
Zwangsanleihe 300 Taler von 1796
MUSEALE RARITÄT!

Historische Wertpapiere für Sammler, Historiker, Heimatforscher, Kunstliebhaber und Kapitalanleger.
Entdecken auch Sie das faszinierende Hobby mit den besten Zukunftsaussichten!

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Katalog der 68. Auktion ist online

Gutowski stellt vor: Auktion Historischer Wertpapiere am 19. November 2018Meine nächste Auktion Historischer Wertpapiere findet am 19. November 2018 statt.

1058 Auktionslose suchen einen neuen Besitzer, dabei viele hochkarätige Raritäten, etliche bisher unbekannte Papiere, auch Unikate.

Meine Kunden werden den Auktionskatalog Ende der dritten Oktober-Woche in ihren Briefkästen finden, online ist er bereits jetzt zu blättern: bitte ⇒hier klicken.

Eine ⇒PDF-Version des Kataloges kann ebenfalls heruntergeladen werden (137 MB)

Einblicke

Meine nächste Auktion Historischer Wertpapiere findet am 19. November 2018 statt.

Über 1000 Lose suchen einen neuen Besitzer, dabei viele hochkarätige Raritäten, etliche bisher unbekannte Papiere, auch Unikate.

Besonders interessant: drei Kuxscheine der Gewerkschaft Himmelsfürst Fundgrube hinter Erbisdorf .

Das Silberbergwerk Himmelsfürst Fundgrube im Südwesten des Freiberger Reviers, westlich der Stadt Brand-Erbisdorf gelegen, war das ertragreichste und bekannteste sächsische Erzbergwerk. Die 1572 verliehene Grube Himmelsfürst war für ihre Vorkommen von reinem Silber bekannt. Außerdem wurden hier Blei und Zink gefördert. Bereits vor 1800 betrieb die Grube Tiefbau unterhalb der Stollnsohle. Das Wasser wurde mit einem Kunstgezeug auf die Stollnsohle gehoben.
Bis 1885 erbrachte Himmelsfürst ununterbrochen Ausbeute, insgesamt wurden hier 650 t Silber gefördert. 1749 wurde ein 68 kg schweres Erzstück von reinem Silber im Wert von 2.500 Talern gefunden. Bereits ein Jahr später wurde ein Silberbrocken mit einem Gewicht von 141 kg aufgetan (Wert 4.840 Taler). Solch spektakuläre Funde haben sich mehrmals im Himmelsfürst ereignet. Bereits nach 1800 war die Himmelsfürst Fundgrube das bedeutendste sächsische Silberbergwerk überhaupt. Dank guter Ertragslage war die Grube Himmelsfürst imstande die benachbarten Gruben aufzukaufen und stieg so zu einem großen Unternehmen mit 1770 Bergleuten auf (1885). Zusammen mit der Grube Himmelfahrt produzierte Himmelsfürst alleine 1902 12.000 kg Silber und 17.000 Doppelzentner Blei. Nach dem 2. Weltkrieg führte die SAG Wismut in der Grube Himmelsfürst Erkundungsarbeiten auf Uranerz durch, allerdings ergebnislos. Danach wurde Himmelsfürst von dem VEB Bergbau- und Hüttenkombinat “Albert Funk” in Freiberg übernommen. Das Betriebsende war am 30.9.1969.
Die Grube Himmelsfürst ist auch als Typlokalität (erster Fundort) berühmt geworden. 1886 entdeckte hier Clemens Winkler, ein Chemiker an der Bergakademie Freiberg, das bisher unbekannte Mineral Argyrodit und ein bereits 1871 von Dmitri Mendelejew in seinem Periodensystem vermutete Element (Germanium). In der Grube Himmelsfürst wurden auch die Silberminerale Freieslebenit (1783, 1817), Xanthokon (1797) und das Molybdänsulfid Jordisit (1909) gefunden. Insgesamt fand man in der Grube Himmelsfürst bis heute an die 100 Minerale, darunter Silberminerale Akanthit und Chlorargyrit, die Bleiminerale Galenit und Cerussit, die Zinkminerale Sphalerit und Wurtzit sowie die Schmucksteine Malachit, Opal und Rhodochrosit.

Kuxschein der Grube Himmelsfürst aus dem Jahr 1863, eingetragen auf den König Johann von Sachsen
Kuxschein aus dem Jahr 1863, eingetragen auf den König Johann von Sachsen. Unikat. Museal.

Fürst Johann von Sachsen (1801-1873), vollständiger Name Johann Nepomuk Maria Joseph Anton Xaver Vincenz Aloys Franz de Paula Stanislaus Bernhard Paul Felix Damasus, ab 1854 König von Sachsen. Als König reformierte er bereits 1855 die Justiz, belebte die Wirtschaft dank Erweiterung des Eisenbahnnetzes und Einführung der Gewerbefreiheit. Unter seiner Herrschaft wandelte sich Sachsen zu einem der modernsten deutschen Teilstaaten. Unter dem Einfluss seines Ministers Friedrich Ferdinand von Beust setzte er sich für die Großdeutsche Lösung der Reichseinigung ein. Das Königreich Sachsen kämpfte deshalb 1866 im Deutschen Krieg an der Seite Österreichs.

Kuxschein der Grube Himmelsfürst aus dem Jahr 1874, eingetragen auf den König Albert von Sachsen

Kuxschein aus dem Jahr 1874, eingetragen auf den König Albert von Sachsen, geerbt von seinem Vater Johann (siehe das Stück darüber). Unikat. Museal.

König Albert von Sachsen (1828-1902), vollständiger Name Friedrich August Albert Anton Ferdinand Joseph Karl Maria Baptist Nepomuk Wilhelm Xaver Georg Fidelis von Sachsen. Sohn des Königs Johann von Sachsen. Albert besuchte nach Ablegung der Reifeprüfung 1845 die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, wo er unter anderem mit Friedrich von Baden zusammentraf und Rechts- und Staatswissenschaften studierte. Der Beginn des Schleswig-Holsteinischen Kriegs war auch der Beginn Alberts militärischer Laufbahn. Er nahm als Hauptmann am Krieg gegen Dänemark teil und zeichnete sich bereits 1849 beim Sturm auf die Düppeler Schanzen aus. „Er erhielt 1851 als Oberst und bald als Generalmajor die Führung einer Infanteriebrigade, einige Jahre später die einer Division und wurde dann Kommandeur der gesamten Infanterie.“ Durch den Tod von König Friedrich August II. im Jahr 1854 bekam Albert den Status des Kronprinzen und wurde verstärkt politisch aktiv. Als Kronprinz übernahm Albert mit dem Friedensschluss 1866 das Kommando über das XII. (I. Königlich Sächsische) Armee-Korps. Albert wurde 1871 durch Wilhelm I. zum ersten nicht-preußischen Generalfeldmarschall ernannt. Nach dem Tod seines Vaters am 29. Oktober 1873 wurde Albert König von Sachsen. Er führte die Einordnung Sachsens in das von Preußen geführte Deutsche Reich fort. Unter seine Regierungszeit fallen unter anderem die Verbesserung der Armenpflege und eine umfassende Reform des Steuerwesens 1878 sowie 1887 die Verlegung der sächsischen Staatsmünze von Dresden nach Muldenhütten, was wohl auch mit der Modernisierung der Grube Himmelsfürst im Zusammenhang stand.

67. Auktion am 23. April 2018 – Ergebnisliste

Die Ergebnisliste der 67. Aukti0n vom 23.4.2018 können Sie hier im PDF-Format downloaden.

Die unverkauften Positionen können bis zum 11. Mai 2018 im Rahmen des Nachverkaufs bestellt werden.

Vielen Dank für Ihre Auktionsbeteiligung!

Katalog der 67. Auktion ist online

Meine nächste Auktion Historischer Wertpapiere findet am 23. April 2018 statt.

1193 Lose mit einem Gesamtausrufpreis von 122.000 Euro suchen einen neuen Besitzer, dabei viele hochkarätige Raritäten, etliche bisher unbekannte Papiere, auch Unikate.

Den Auktionskatalog werden Sie am 27. März in Ihrem Briefkasten finden, online ist er bereits jetzt zu blättern: bitte hier klicken.

Hier können Sie die Bilder der Auktionslose einzeln betrachten!