71. Auktion am 27.4.2020

Meine 71. Auktion Historischer Wertpapiere fand am 27. April in Wolfenbüttel statt.

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Nachfolgend stelle ich einige Highligts aus dieser Auktion vor:

British Municipal Council Tientsin

Los Nr. 4
Schätzpreis: 2.700,00 EUR
Startpreis: 450,00 EUR
British Municipal Council Tientsin
6,5 % Debenture über 100 $ Tientsin Currency
Tientsin, 1.7.1932
(9 Stücke)
Tientsin (heute Tianjin) ist eine wichtige Hafenstadt in der VR China, hat heute fast 15 Mio. Einwohner und ist eine der lediglich vier direkt der Zentralregierung in Peking unterstellten chinesischen Städte; sie grenzt unmittelbar an die ebenfalls regierungsunmittelbare Stadt Peking. Nach der Niederlage Chinas im Zweiten Opiumkrieg 1859/60 erzwangen die Engländer in der „Pekinger Konvention“ umfangreiche Gebietsabtretungen, u.a. ein Konzessionsgebiet im Südosten von Tientsin (Frankreich folgte). Das British Municipal Council war die gewählte Vertretung der Grundbesitzer in dieser englischen Niederlassung und praktisch die Regierung dieses wichtigsten Siedlungsteils von Tientsin. Das Council entschied über die Höhe von Steuern und Abgaben, den Haushalt und die Durchführung öffentlicher Vorhaben. Alle Beschlüsse bedurften allerdings der Zustimmung des britischen Konsuls. Als „Shanghai des Nordens“ wurde Tientsin dann das wichtigste Handelszentrum für Nordchina. In Folge dieses Aufstiegs erzwangen 1895/1900 weitere Kolonialmächte (Russland, Japan, das Deutsche Reich, Österreich-Ungarn, Belgien und Italien) teils mit diplomatischem, teils mit militärischem Druck die Einrichtung eigener Konzessionsgebiete an den Ufern des Hai He, die im jeweiligen nationalen Architekturstil bebaut wurden, ebenfalls ihre eigene Verwaltung hatten und de jure teilweise bis 1943 existierten. General Purposes Loan von 1932 über 350.000 $. Hochwertiger Stahlstich von Waterlow & Sons, Wappenschild mit Segelschiff „Comitas inter gentes“ flankiert von einem Briten und einem Chinesen, darüber ein Kamel. Originalunterschriften von Chairman und Secretary des Council. Maße jeweils: 38,5 x 25,5 cm. Mit anhängenden restlichen Kupons ab 1941, keine Entwertung. Die Stücke stammen aus dem Nachlaß eines Deutschen, der 50 Jahre lang in China lebte.

Club Concordia in Tientsin

Los Nr. 5
Schätzpreis: 3.800,00 EUR
Startpreis: 500,00 EUR
Club Concordia in Tientsin
6 % Schuldverschreibung über 100 $ Tientsin Währung
Tientsin, 22.5.1935  
(19 Stücke)
Auflage 1.200. Der 1907 gegründete Club Concordia, genannt “Tianjin German Club”, war zu Beginn des 20. Jahrhunderts das politische, soziale und kulturelle Zentrum deutscher Politiker und Diasporas in Tientsin. Die hier angebotenen Anleihen dienten der Finanzierung des Clubhauses in Tientsin in der W. Wilson Street 51/53. Deutschsprachiges Dokument, mit Originalunterschriften. Alle Stücke eingetragen auf Herrn G. Philipp in Peking. Maße: 35 x 25 cm. Die Stücke stammen aus dem Nachlaß eines Deutschen, der 50 Jahre lang in China lebte.

Deutsch-Asiatische Bank Aktie 1.000 Shanghai-Taels, Nr. 2215 Shanghai, 31.1.1900

Los Nr. 6
Schätzpreis: 1.200,00 EUR
Startpreis: 500,00 EUR
Deutsch-Asiatische Bank
Aktie über  1.000 Shanghai-Taels, Nr. 2215
Shanghai, 31.1.1900
Gründeremission, Auflage 5.000. Gründung 1889 zum Betrieb von Bankgeschäften und Förderung des Handelsverkehrs zwischen Deutschland und Asien. Gründer waren u.a. die Kgl. Seehandlung (Preußische Staatsbank), Disconto-Gesellschaft, Deutsche Bank, Berliner Handels-Gesellschaft, M.A. von Rothschild & Söhne, Bayerische Hypotheken- und Wechselbank. 1906 erhielt die Bank das Recht zur Ausgabe von Banknoten im Schutzgebiet Kiautschou und in China. Niederlassungen in Shanghai, Tientsin, Kalkutta, Berlin, Hankow, Tsingtau, Hongkong, Yokohama, Kobe, Singapur, Hamburg und Kanton. Die Aktien waren an allen großen deutschen Börsen notiert, wobei der Umrechnungs-Kurs des Shanghai-Tael zur Mark zum Zwecke des Börsenhandels mit 2,50 festgesetzt war, Großaktionär war die Deutsche Bank. 1953 nahm die Deutsch-Asiatische Bank die Aktivitäten in Hamburg wieder auf, unter Federführung der Deutschen Bank. Zusammen mit Partnerbanken der EBIC-Gruppe wurde anschließend die “Europäisch-Asiatische Bank” gegründet, in die die Deutsch-Asiatische Bank aufging. Später wurde diese Neugründung in “European Asian Bank” umbenannt. Nachdem die meisten Partnerbanken sich aus der European Asian Bank zurückgezogen hatten, wurde diese 1986 in “Deutsche Bank (Asia)” umbenannt, bevor sie 1987/88 zusammen mit ihren 14 Branchen mit der Deutschen Bank verschmolzen wurde. Sehr dekoratives, großformatiges Stück. Maße: 31,2 x 38 cm. Drei Randverletzungen fachmännisch restauriert (die Randeinrisse der vertikalen Knickfalte + Einriss am oberen Rand links). Mit beiliegendem restlichen Kuponbogen, datiert 1929. Überdurchschnittlich gut erhaltenes Exemplar!

Bergbau-AG Medio-Rhein, Aktie von 1858

Los Nr. 73
Schätzpreis: 2.500,00 EUR
Startpreis: 400,00 EUR
Bergbau-AG Medio-Rhein
Aktie über 100 Thaler, Nr. 4977
Duisburg, 1.2.1858
Gründeraktie, Auflage 5.000 (R 8). Eines der ersten linksrheinischen Unternehmen der Haniels. Mit dem Abteufen des Schachtes wurde bereits 1856 begonnen. Schon in 15 m Tiefe traten starke Wasserzuflüsse auf und 1858 wurden die Arbeiten wegen Einsinken des Schachtes aufgrund von Wasser und Fließsand eingestellt. Wegen Geldmangels musste der Betrieb 1859 noch vor Erreichen des Karbon vorübergehend stillgelegt werden. 1931/32 gingen die Gerechtsame an Diergardt-Mevissen (Konzern Stinnes-VEBA). Nachdem die Gewerkschaft Diergardt-Mevissen V den restlichen Felderbesitz der in Liquidation befindlichen Bergbau-AG Medio-Rhein erworben hatte, wurden alle ihre Felder unter dem namen Konsolidierte Medio-Rhein vereinigt. Originalunterschriften. Großformatig und außergewöhnlich dekorativ. Ihre besondere Bedeutung erhält die Aktie dadurch, dass sie vom “Wunderkind der Romantik” Theodor Mintrop gestaltet wurde. Mintrop, geboren am 14.4.1814 in Essen-Werden als Sohn eines Bauern, machte während der Militärdienstzeit erste Bekanntschaft mit Werken der Literatur und Kunst. Ein Stipendium ermöglichte ihm das Studium an der Königlichen Kunstakademie in Düsseldorf, deren Direktor Friedrich Wilhelm von Schadow ihn besonders förderte. Mintrops Werke, im wesentlichen Darstellungen religiöser und ländlicher Motive, waren seinerzeit hochgeschätzt. Er war Mitbegründer des “Düsseldorfer Malkasten”. Eingetragen auf O. Duvigneau. Otto Duvigneau (1828-1899), war ein Unternehmer und Kommnalpoltiker in Magdeburg, 1866 Gründer des National-Liberalen-Vereins zu Magdeburg, 1898 zum Ehrenbürger der Stadt Magdeburg ernannt. Maße: 35,5 x 46,4 cm. Knickfalten, die Aktiennummer hinterklebt (was nicht als wertmindernd anzusehen ist), insgesamt eine sehr schöne Sammlerqualität. Kunst auf Aktien!

Hanseatische Land-, Minen- und Handelsgesellschaft für Deutsch-Südwestafrika Anteilschein 200 Mark, Nr. 7800 Hamburg, 1.8.1893

Los Nr. 228
Schätzpreis: 750,00 EUR
Startpreis: 100,00 EUR
Hanseatische Land-, Minen- und Handelsgesellschaft für Deutsch-Südwestafrika
Anteilschein 200 Mark, Nr. 7800
Hamburg, 1.8.1893
Gründerstück, Auflage 1.000 (R 7). Gegründet am 19.5.1893 als Deutsche Kolonial-Gesellschaft mit einem Kapital von 2,61 Mio. Mark. Zweck: In Deutsch-Südwestafrika die Ansiedlung, den Bodenbau und den Bergbau und sonstige Zwecke der wirtschaftlichen Tätigkeit und des Handels zu entwickeln und zu fördern. Gründer waren der berühmte Kaufmann und Kunstmäzen Ludwig Theodor Balduin von Lilienthal aus Elberfeld und die bedeutende deutsch-britische South West Africa Company. Von den Anteilscheinen erhielten L. von Lilenthal 5.000 und die South West Africa Company 6.000 Stück als voll eingezahlt geltende Anteile wegen des Einbringens ihrer Rechte. Die Rechte betrafen die Konzessionen eines Khauas-Häuptlings, die Konzessionen auf dem Gebiet der Rehobother Bastards (eine Volksgruppe in Namibia) und die sog. Damaraland-Konzession mit eingeräumten Eisenbahnrechten auf dem Gebiet der Rehobother Bastards. Noch im Gründungsjahr erhielt die Ges. die kaiserliche Konzession auf die Dauer von 25 Jahren in den Gebieten der Rehobother Bastards und der Khauas-Hottentotten das ausschließliche Recht zur Gewinnung und Bearbeitung von Mineralien aller Art. Am 25.5.1899 verließ eine gut vorbereitete Expedition unter Führung des Königl. Preußischen Bergmeisters Eichmeyer Hamburg. Die Untersuchungsergebnisse zu dem bisher unerforschten Konzessionsgebietes wurden im März 1900 veröffentlicht. Es wurden zwar Gold- und Kupfererzvorkommen entdeckt, doch ein ein wirtschaftlicher Abbau müßte durch eine weitere Expedition untersucht werden. Die weitere Entwicklung dieser Kolonialgesellschaft müßte noch erforscht werden, vor allem im Bezug auf den Herero-Aufstand, am 11.1.1904 in Namibia ausgebrochen. Die Woermann-Dampfschiffe transportierten 15.000 Soldaten aus dem Deutschen Reich, die einen Völkermord zu verantworten hatten. Adolph Woermann ging aus diesem Krieg als ein berüchtigter Kriegsgewinnler hervor. Mit gedruckter Unterschrift des bedeutenden Hamburger Übersee-Kaufmanns, Reederes und Politikers Adolph Woermann als Vorsitzender der Kolonialgesellschaft. Woermann (1847-1911) war zu dieser Zeit der größte deutsche Westafrika-Kaufmann und mit der Woermann-Linie der größte Privatreeder der Welt. 1907 fusionierte die Woermann-Linie mit der HAPAG, damals größte Reederei des Reichs. Maße: 6,7 x 10,8 cm. Kleinformatiges Papier, erstmals von mir angeboten.

Kamerun-Eisenbahn-Gesellschaft Anteil B 100 Mark, Nr. 71997 Berlin, 1.3.1907

Los Nr. 260
Schätzpreis: 2.500,00 EUR
Startpreis: 1.000,00 EUR
Kamerun-Eisenbahn-Gesellschaft
Anteil B über 100 Mark, Nr. 71997
Berlin, 1.3.1907
Auflage nicht mehr zu ermitteln (R 9). Gründung 1906 zum Bau der heute noch in Betrieb befindlichen 155 km langen Eisenbahn von der Hafenstadt Douala zum Manengubagebirge, außerdem umfangreiche Pflanzungen in Kamerun (später in Portugiesisch-Guinea). Die Finanzierung beruhte teilweise auf einer Zinsgarantie des Deutschen Reiches. Die erste Teilstrecke ging 1909 in Betrieb, 1911 die Strecke insgesamt. Bau und Betrieb lagen bei der Deutschen Kolonial-Eisenbahn Bau- und Betriebsgesellschaft. Börsennotiz Berlin und Hamburg. In den 1970er Jahren erlebte die ohne Aktivgeschäft vor sich hindämmernde Kolonialgesellschaft eine spektakuläre Scheinblüte: die noch vorhandene Börsennotiz lockte einen gewissen Herrn Wagner, sein Computer-Geschäft in die Firma einzubringen. Einige Zeit Top-Liebling der Anleger, wurde es dann doch eine Pleite. Äußerst dekorativ mit Farbigem, der Getreide erntet und auf die Eisenbahn hinunter sieht. Faksimile-Unterschrift Fürstenberg. Rückseitig Auszüge aus der Satzung. Gedruckt bei G&D.  Maße: 35,5 x 25,2 cm. Unentwertet, mit beiliegenden Restkupons. Finanzgeschichtlich hochinteressant!

Atlantic Pacific RR, Aktie von 1875

Los Nr. 587
Schätzpreis: 2.500,00 EUR
Startpreis: 1.250,00 EUR
Atlantic & Pacific Railroad Company
100 shares à 100 $, Nr. C 3770
New York, 6.5.1875 
Missouri Division Preferred Stock. 1853 gegründet mit einem für die damalige Zeit eigentlich unvorstellbaren Kapital von 100 Mio. $. Gebaut wurden anfangs nur zwei kleine Strecken: von Franklin (später Pacific) nach Dillon (71 Meilen, fertig 1860) und Rolla (6 Meilen, fertig 1861). Neu konzessioniert 1866 durch einen “Act of Congress” für den Bau einer 2.000 Meilen langen Bahn von Springfield, Missouri zum Pazifik parallel zum 35. Breitengrad. Die US-Bundesregierung unterstützte den Bahnbau mit umfangreichen Landschenkungen unter der Bedingung, daß die Bahn bis 1878 fertig sein sollte. Fertiggestellt wurde im Osten der Abschnitt von St. Louis, Mo. nach Tulsa, Okla. und im Westen eine Strecke von Albuquerque, New Mexico nach Südkalifornien. Das dazwischenliegende Stück wurde nie vollendet. 1897 in der St. Louis & San Francisco Railway (Central Division) bzw. der Santa Fe Pacific Railway (Western Division) aufgegangen, die am Ende wieder gemeinsam bei der Burlington Northern Santa Fe landeten. Großartige und riesige, 17 cm breite Vignette mit links im Bild der San Francisco Bay und rechts im Bild dem Mississippi, in der Mitte die Rocky Mountains, dazwischen fährt eine Eisenbahn. Maße: 19 x 29,6 cm. Unentwertet. Ein Unikat aus einer uralten US-Sammlung!

Mobile & Girard Railroad 2 shares à 100 $ 24.3.1887, Nr. 492 Girard, Alabama, 24.03.1887

Los Nr. 804
Schätzpreis: 1.500,00 EUR
Startpreis: 750,00 EUR
Mobile & Girard Railroad Company
2 shares à 100 $, Nr. 492
Girard, Alabama, 24.3.1887
1852 räumte die US-Bundesregierung dem Staat Alabama das Wegerecht auf bundeseigenem Land ein zum Bau einer 228 Meilen langen Eisenbahn von Girard, Ala. (gegenüber von Columbus, Ga. am Chattahoochee River, der hier die Grenze zwischen den Staaten Alabama und Georgia bildet). Der Bahnbau begann 1854, noch im gleichen Jahr fuhren auf dem 9 Meilen langen Teilstück bis Fort Mitchell die ersten Züge. Bis 1870 gingen weitere Abschnitte nach Guerriton, Union Springs, Troy, Goshen und schließlich Andalusia in Betrieb. Bereits 1857 kamen erste Zweifel an Mobile, Ala. als Endziel auf, da der Bau bis dahin viermal so viel kosten würde wie eine Bahn zum ebenfalls am Golf von Mexico gelegenen Pensacola. Zudem hatte die Stadt Mobile auf die von ihr gezeichneten Aktien nie auch nur einen cent eingezahlt. Die Frage wurde 1879 entschieden, als die Central of Georgia RR nach Alabama expandierte mit dem Kauf der Montgomery & Eufaula RR und später auch der Mobile & Girard RR. 1963 ging die Central of Georgia in der Southern Ry. auf, die 1982 weiter zur Norfolk & Southern fusionierte. Ab 1986 wurde die alte Mobile & Girard-Strecke dann schrittweise stillgelegt. Herrliche Lithographie ganz in königsblau, 15 cm breite Vignette mit zwei sich begegnenden Personenzügen, im Hintergrund der an Girard vorbeifließende Chattahoochee River. Maße: 18 x 27,7 cm. Einzelstück aus einer uralten US-Sammlung!

Nashville, Chattanooga & St. Louis Railway 100 shares à 25 $, Nr. 4641 Nashville, Tenn., 30.12.1880

Los Nr. 812 
Schätzpreis: 1.500,00 EUR
Startpreis: 1.000,00 EUR
Nashville, Chattanooga & St. Louis Railway Company
100 shares à 25 $, Nr. 4641
Nashville, Tenn., 30.12.1880
Eine der ältesten und langlebigsten Eisenbahngesellschaften der USA überhaupt. Gegründet bereits 1845 als “Nashville & Chattanooga RR”,
1873 Umfirmierung wie oben. Im Sezessionskrieg galt die Eisenbahn als die Lebensader des konföderierten Nachschubs. Das Streckennetz in den Staaten Tennessee, Georgia, Alabama und Kentucky umfaßte zuletzt über
1.100 Meilen mit der Hauptstrecke Memphis-Nashville-Chattanooga- Atlanta und neun davon abzweigenden Zweigbahnen. 1957 durch Aktientausch in der Louisville & Nashville-RR-Group aufgegangen, die schon seit langem mit mehr als 75 % Großaktionär war. Heute CSX Transportation. Besonders große Vignette mit Personenzug und Bahnhof, dazu das Portrait des damaligen Bahnpräsidenten. Maße: 17,4 x 26,4 cm.
Unentwertet. Diese frühere Variante war noch nie auf einer Auktion.
Einzelstück aus einer uralten US-Sammlung. Nur ein einziges weiteres (allerdings ganz abscheulich erhaltenes) Stück ist bei COX katalogisiert.

Peach Bottom Railway 1 share à 50 $, Nr. 5 Pennsylvania, 15.7.1873

Los Nr. 868
Schätzpreis: 1.850,00 EUR
Startpreis: 1.000,00 EUR
Peach Bottom Railway Company
1 share à 50 $, Nr. 5
Pennsylvania, 15.7.1873
Eine eher unbedeutende Bahn mit trotzdem höchst interessanter Geschichte, schon weil es die erste Schmalspurbahn im Staat Pennsylvania war. Erste Pläne gab es bereits um 1860, und im Herbst 1861 marschierte der 24-jährige William H. Brown („Billie Brown“) los, ohne überhaupt dafür bezahlt zu werden, und steckte auf 20 Meilen Länge die mögliche Streckenführung von Oxford im Chester County nach Pine Grove am Octoraro Creek ab. „Billie Brown“ hatte dabei Großes im Auge und dachte sich die Strecke als Teil einer bedeutenden Ost-West-Verbindung von Wilmington, Del. bis zum Mississippi – doch im bald darauf beginnenden amerikanischen Bürgerkrieg gingen diese Pläne unter. Sie zeigten aber, was in William H. Brown steckte: Später arbeitete er 44 Jahre für die Pennsylvania RR, davon 32 Jahre als deren Chefingenieur; er verantwortete hunderte von Bauvorhaben, darunter mit der 1902 fertiggestellten Rockville Bridge über den Susquehanna River die bis heute längste Steinbogenbrücke der Welt; es ist nicht übertrieben zu sagen, daß u.a. er die PRR zu dem machte was sie dann war. Aber zurück zu unserer Lokalbahn: Die schließlich 1868 konzessionierte Peach Bottom Railway ging im Herbst 1873 in Betrieb. Sie war das magere Ergebnis der viel hochfliegenderen Pläne für eine „Wilmington & Western“, die zwischen den Hauptstrecken der Pennsylvania RR und der 50 Meilen südlich verlaufenden Baltimore & Ohio die fruchtbaren Chester, Lancaster, York und Adams Counties und die Wälder und Kohlevorkommen in Zentral-Pennsylvania erschließen sollte. Im Sept. 1881 war die Bahn zum ersten Mal pleite und wurde als „Railroad“ reorganisiert. 1890 folgte die nächste Pleite, danach Reorganisation als Lancaster, Oxford & Southern RR. Für diese Bahn interessierte sich nie einer der großen Konzerne, es war und blieb immer eine Bahn der kleinen Leute, in der die Streckenanrainer im Laufe der Jahrzehnte mit zwei Konkursen eine 1/2 Mio. Dollar „versenkt“ hatten. So ist es fast eine Ironie der Geschichte, daß nach Betriebsstilllegung 1918 und Versteigerung von allem, was nicht niet- und nagelfest war, die letzten Aktionäre auf 100 $ Aktiennennwert 250 $ herausbekamen. Zwei tolle Holzstich-Vignetten: Landschaftspanorama der von der Bahn durchfahrenen Gegend, Personenzug. Maße: 19,3 x 28,6 cm. Unentwertet. Aktien der in der Reorganisation 1881 entstandenen „Peach Bottom Railroad“ sind zwar auch extrem selten, wurden bei uns aber gelegentlich schon angeboten. Dieses Stück der vorhergehenden „Railway“ ist dagegen ein Unikat. Rarität aus einer uralten US-Sammlung!

Union Pacific Railroad 75 shares à 100 $ 29.3.1916

Los Nr. 963
Schätzpreis: 3.000,00 EUR
Startpreis: 1.500,00 EUR
Union Pacific Railroad Company
75 shares à 100 $, Nr. A 171227
Utah, 29.3.1916
Ausgestellt auf Hannah Jeanette Thompson. Die Dame muß in jungen Jahren schon vermögend und zugleich von ausgezeichneter Gesundheit gewesen sein: Noch 1969 wurde ihr im Austausch gegen dieses Aktienzertifikat ein neues ausgestellt! Die Union Pacific Railroad wurde auf Beschluss des US-Kongresses am 1. Juli 1862 als U.S. Military Railroad gegründet, um den Westen der USA zu erschließen. Sie erhielt dafür rund 12 Millionen Acre Land und Staatsanleihen in Höhe von 27 Millionen US-Dollar. Die ersten Gleise wurden 1865 in Omaha im Bundesstaat Nebraska verlegt, dabei wurde der heutige Name Union Pacific RR angenommen. Noch heute hat die UP ihren Sitz in Omaha. Das Streckennetz erstreckt sich von der Pazifikküste bis nach Chicago und New Orleans über den gesamten Westen der USA. Toller braun/schwarzer ABNC-Stahlstich, Vignette mit Wappenadler auf US-Fahne. Maße: 20,4 x 30,3 cm. Die älteste jemals angebotene UP-Aktie, eine absolute Rarität (Einzelstück aus einer uralten US-Sammlung)!

Thüringer Gasgesellschaft, Leipzig

Thüringer Gasgesellschaft Prioritäts-Stammactie über 100 Thaler = 300 Mark Leipzig, 28.4.1874

Thüringer Gasgesellschaft

Prioritäts-Stammactie über 100 Thaler = 300 Mark
Leipzig, 28.4.1874
Gründeremission, Auflage 1.500 (R 10)
Schätzpreis: 1.000 Euro

Gründung 1867 in Gotha. Eine Schwerpunktbildung der Geschäftsaktivitäten nach Erwerb einiger Gaswerke in den Vororten von  Leipzig führte 1872 zur Sitzverlegung nach Leipzig. Um 1900 wurden auf  Grund von Konzessionsverträgen mit den betreffenden Kommunen betrieben  die Gaswerke in Aschersleben, Bitterfeld, Schönebeck a.E.,  Waltershausen, Schneidemühl, Oederan, Leipzig-Lindenau, Leipzig-Sellershausen, Leipzig-Gohlis, Bad Kissingen, Egeln, Malstadt-Burbach  (Saar), Suhl, Torgau, Warnsdorf (Böhmen), Viersen, Küstrin, Bramsche,  Neunkirchen (Bez. Trier), Stolberg (Rhld.), Netzschkau i.V., Neustadt a. Orla, Kitzingen, Grosszschocher-Windorf, Mügeln, Dirschau, Böhlitz-Ehrenberg, Pössneck und Pilsen. Damit war die ThüGa der größte Gasversorger im Deutschen Reich. 1902 erfolgte mit dem Bau eines kombinierten Gas- und Elektricitätswerkes in Niedersedlitz (bei Dresden) der Einstieg auch in die Elektrizitätswirtschaft. 1904 Einrichtung der ersten Gasfernversorgung, deren Zahl sich im Laufe der Jahre auf 50 erweiterte. 1930 erlangte die Preussische Elektrizitäts-AG (heute Teil von E.ON) die Aktienmehrheit. Nach der Enteignung in der Ostzone 1948 Sitzverlegung nach Köln. An Eigenwerken besaß die ThüGa nun nur noch die Gaswerke in Bad Kissingen, Petershagen/Weser (erst 1952 erworben) und die Gasversorgung Rastede (Oldbg.) sowie das Elektrizitätswerk Scharzfeld (Harz), ansonsten inzwischen eine Energieholding mit vielfältigen Beteiligungen u.a. an der AG für Licht- und Kraftversorgung in München, der Badische Gas- und Elektrizitätsversorgung AG in Lörrach, der Fränkisches Ueberlandwerk AG in Nürnberg, der Gasanstalt Kaiserslautern, dem Gaswerksverband Rheingau AG in Wiesbaden-Biebrich, der Hessen-Nassauische Gas-AG in Frankfurt-Höchst und der Landesgasversorgung Süd-Niedersachsen AG in Sarstedt (Hann.) 1979 Verschmelzung mit der “AG für Licht- und Kraftversorgung” und Sitzverlegung nach München. 1986 Umfirmierung in ThüGa AG. 2007 squeeze-out der Kleinaktionäre, 2009 verkaufte E.ON die Thüga auf Grund von Kartellauflagen an ein kommunales Erwerberkonsortium. Die mit der ThüGa assoziierten Unternehmen erwirtschaften heute einen Umsatz von über 16 Mrd. Euro, beschäftigen knapp 20.000 Mitarbeiter und versorgen 3,5 Mio. Gas- und 2,9 Mio. Stromkunden.

Übersicht: Auktionshighlights

Stuttgarter Gypsgeschäft

Stuttgarter Gypsgeschäft, Gründeraktie über 100 Taler von 1873

Stuttgarter Gypsgeschäft

Actie über 100 Thaler
Stuttgart, 16.5.1873
Gründeraktie, Auflage 600 (R 10)
Schätzpreis: 1.800,- Euro
Gegründet am 11.11.1871. Gewinnung und Vertrieb von Gips zu technischen und landwirtschaftlichen Zwecken. Ursprünglich befand sich die Fabrik in Asperg, 1897 wurde sie nach Stuttgart-Untertürkheim verlegt. Im gleichen Jahr wurde der bis heute betriebene Weinbau mit eigener Kelterei und Kellerei aufgenommen. 1974 Betriebseinstellung und Verpachtung der beiden Gipsfabriken. Seitdem reine Vermögensverwaltungsgesellschaft, bis vor wenigen Jahren in Stuttgart börsennotiert, dann in eine GmbH umgewandelt.
Große Rarität aus einer uralten Sammlung, welche bereits in den 1980er Jahren angelegt wurde.

Übersicht: Auktionshighlights

Harzer Union AG für Bergbau und Hüttenbetrieb, Hannover

Harzer Union AG für Bergbau und Hüttenbetrieb

Actie über 200 Thaler
Hannover, 1.1.1873
Gründeraktie, Auflage 10.000 (R 11)
Schätzpreis: 3.000,- Euro
Gegründet im Boom der Gründerjahre durch die Disconto-Gesellschaft mit einem Kapital von 2 Millionen Thalern (Cours war einst 120, 1876 dann 0). Im Aufsichtsrat saß Friedrich Grillo aus Essen, Vorstand war Chr. Timmermann, der auch bei der Hohenzollern Gesellschaft für Locomotivbau in Düsseldorf, der Eisenbahnwagen-Bauanstalt früher Friedrich Deicke in Braunschweig und der Georg Egestoff’s Salzwerke, chemische und Farbenfabrik in Linden bei Hannover Mitgründer war. Die Fabrik lag in Bad Harzburg (damals als Enklave zum Herzogtum Braunschweig gehörend). Mit Erzeugnissen der Eisengiesserei gewann die “Harzer Union” noch im Jahr 1877 auf der Braunschweigischen Gewerbe-Ausstellung in der zu diesem Zweck umgebauten Ägidienkirche unter der Schirmherrschaft von Herzog Wilhelm zu Braunschweig und Lüneburg eine Bronzene Medaille als Zweiten Preis. Im Börsenhandbuch 1881 dann aufgeführt unter den wertlosen Aktien.
Rarität aus Sammlungsauflösung (seit 1989 in der Sammlung).

Übersicht: Auktionshighlights

 

 

Berliner Cichorien-Fabrik AG

Berliner Cichorien-Fabrik AG Actie über 100 Thaler Berlin, 16.9.1871 Schätzpreis: 5.000 Euro Gründeraktie

Berliner Cichorien-Fabrik AG

Actie über 100 Thaler
Berlin, 16.9.1871
Gründeraktie (Auflage 3500, R 9).
Schätzpreis: 5.000 Euro

Nachdem im Jahr 1986 5 Stück dieser Rarität gefunden worden waren,
tauchten jetzt in Frankreich noch diese beiden hier angebotenen
weiteren Stücke auf.
Das Unternehmen geht auf die bereits 1810 gegründete “Cichorienfabrik
H.L. Voigt” zurück, die in der Köpenicker Dorotheenstr. 42 den billigen “Landkaffee” herstellte. Während der Kontinentalsperre gegen Napoleon wurde der Bohnenkaffee so schwindelerregend teuer, daß man mit der Zichorienverarbeitung der großen Nachfrage gar nicht Herr werden konnte. Das Produkt behielt seine Freunde: Anfang der 60er Jahre des letzten Jahrhunderts wurde der Betrieb nach Moabit verlegt, wo 1836 mit der Eröffnung der Maschinenfabrik der Kgl. Seehandlung das industrielle Zeitalter begann; bedeutende Firmen wie Borsig und Siemens hatten sich hier ebenfalls niedergelassen. In den 60er Jahren wanderte der Maschinenbau ab, es kam die Nahrungs- und Genußmittel-Industrie. An der Kaiserin-Augusta-Allee erwarb die Cichorienfabrik kurz vor ihrer Umwandlung in eine AG ein 25.000 qm großes Gelände an der Spree. Die börsennotierte Gesellschaft blieb dank modernster Produktionsanlagen stets rentabel und die Produkte (neben Cichorie und verschiedenen Kaffee-Surrogaten auch Schokolade, Kakao und Tee) fanden unter der Marke “Eisernes Kreuz” guten Absatz. Um die Jahrhundertwende wandelte sich der Geschmack wiederum zum Bohnenkaffee hin, und wo das Geld dafür nicht reichte, wurde Kathreiner’s Malzkaffee getrunken. Die Zeit der Cichorie war vorbei. Deshalb beschloß die Generalversammlung der Berliner Cichorienfabrik im Jahre 1908 die Liquidation. Erlöse aus Grundstücksverkäufen brachten immerhin noch Liquidationsausschüttungen von nahezu 150 % des Nennwertes.

Übersicht: Auktionshighlights

Sensation: Gründeraktie der AG “Weser” von 1872 aufgetaucht

Meine 67. Auktion Historischer Wertpapiere am 23. April 2018

wurde um ein weiteres, wahrlich museales Stück aufgewertet, um die Gründeraktie der AG “Weser” aus dem Jahr 1872.

Es handelt sich dabei um ein bislang nicht katalogisiertes Einzelstück aus Nachlaß einer der vormals größten Werften Europas, während des 2. Weltkrieges eine der größten deutschen Waffenschmieden.

Museale Rarität mit einem Schätzpreis von 15.000 Euro.

Gehe zur Beschreibung des Auktionsloses: 

Auktionshighlight: Gründeraktie der Deutschen Automobilbank

Ein bisher unbekanntes historisches Wertpapier

wurde mir diese Woche zur Auktion eingeliefert.

Die hochdekorative Aktie mit Abbildung von Flugzeug und Automobil hat mich sofort derart verzaubert, dass ich es am liebsten auf dem Katalogumschlag abbilden würden. Allerdings nur wegen graphischer Gestaltung ein Papier als Titelblatt des Kataloges auszuwählen, behagte mir nicht.

Bei einer Aktie aus dem Jahr 1920 von einer mir bislang unbekannten Gesellschaft ging ich davon aus, dass es sich um eine der unzähligen unbedeutenden Gründungen handeln müsste.

Die Recherche zu diesem Stück machte mich allerdings glücklich: vor mir lag nicht nur ein hochdekoratives und äußerst seltenes (Unikat aus Nachlaß!) Wertpapier, sondern auch ein wirtschaftsgeschichtlich sehr interessantes Dokument, welches zudem noch ein Autograph war.

Hier nun die Fakten:

Deutsche Automobilbank AG
Charlottenburg, 8. November 1920
Gründeraktie, Auflage 3.000 (R 12)

Die Aktiengesellschaft wurde gegründet am 24.6.1920 zwecks Betrieb einer Bank, die besonders in der Automobilbranche die erforderlichen Kredite und Kapitalien der Industrie und dem Handel zu günstigen Bedingungen zur Verfügung stellen sollte. Das Geschäft der Bank, die die verheerende Inflationszeit überlebte, stabilisierte sich 1926, als die Reichsbank sich dazu bereit erklärte, Wechsel auf Automobile zu diskontieren, wodurch die Bank weniger Geld bereit stellen musste. Noch im gleichen Jahr erhöhte die Deutsche Automobilbank ihr Aktienkapital von 0,1 auf 1 Mllion RM. Nachdem sie im Ausland (England, Schweiz, USA) Kredite von insgesamt 30 Millionen RM aufnahm, konnte sie monatlich 500 bis 700 Wagen finanzieren.

Ihrer wirtschaftlichen Lage entsprechend lautete die Firmenanschrift nun Palais Blücher, an prominenter Stelle Berlins in unmittelbarer Nachbarschaft zum Brandenburger Tor (bis 1931, als die Vereinigten Staaten das Palais für 1,8 Millionen US-$ von einem Bankier kauften, um dort ihre Botschaft einzurichten).

Die Weltwirtschaftskrise, die mit dem New Yorker Börsencrash im Oktober 1929 begann, führte schließlich zum Zusammenbruch der Bank, die mit Wirkung zum 1.12.1932 aufgelöst wurde. 1933 konnten noch aus liquiden Mitteln 284.937 RM an die Aktionäre als zinsloses Darlehen ausgezahlt werden.

Die Aktie zieren Faksimilesignaturen des niederländischen Konsuls Jean George als Vorsitzender des Aufsichtsrates und von dem Fabrikbesitzer Max Cudell für den Vorstand. Über seiner gedruckten Signatur setzte Herr Cudell noch eigenhändig eine Unterschrift mit Tinte.

Dem Aufsichtsrat gehörte auch der Chefingenieur Josef Vollmer an, Direktor der Deutschen Automobilkonstruktions-Gesellschaft, ein gerichtlich vereidigter Sachverständiger für die Automobilbranche.

Josef Vollmer gehört, genau so wie Max Cudell, zu den bedeutendsten Pionieren der deutschen Automobilindustrie. Seine Karriere begann Vollmer als Konstrukteur in Gaggenau bei der Firma Bergmanns Industriewerke, ab 1901 leitete er bei der AEG die Automobilabteilung, die NAG. Alle AEG-NAG-Automobile, die bis 1906 hergestellt wurden, konstruierte Joseph Vollmer. Danach gründete er die „Deutsche Automobil-Construktions-Gesellschaft mbH“, von der bis 1936 68 Automobilherstellerfirmen mit Konstruktionsplänen beliefert wurden.

Bereits 1897 gründete Max Cudell in Aachen die „Cudell Motor Compagnie“ zur Produktion von Automobilen nach Lizenzen von De Dion-Bouton, womit er zu einem der allerersten deutschen Automobilproduzenten zählt.

Eines der Produktionsziele von Max Cudell war die höchste Qualität seiner Automobile. Bald verkaufte er seine Fahrzeuge nicht nur innerhalb von Deutschland, sondern weltweit, u.a. nach Österreich, Ungarn (die ungarische Post wurde mit seinen Fahrzeugen ausgestattet), nach Island (das allererste PKW dort war ein Cudell), nach Großbritannien. Sogar in Russland wurden in Lizenz Cudell-Automobile hergestellt. In den USA wurde 1904 ein Cudell für 5 Fahrgäste für den exorbitanten Preis von 4.500 $ von einer New Yorker Niederlassung vertrieben.

In der Fabrik von Max Cudell arbeitete als Chefkonstrukteur der berühmte deutsche Automobilpionier Paul Henze, Gründer der belgischen Imperia. 1929 baute er bei NAG den ersten deutschen V-8-Motor.

Auch der berühmte deutsche Automobilpionier Karl Slevogt begann seine Karriere 1899 als Techniker bei Cudell!

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